Das World Wide Web: Die Kommunikation via Internet ist mit keinem herkömmlichen Kommunikationsmedium zu vergleichen. Auch wenn immer wieder Fernsehen, Multimedia, Zeitschriften
und andere Medien als Vergleich herangezogen werden. Es gibt zwar Parallelen zu den genannten Medien, das WWW ist aber im Grunde eine eigenständige, neue Publikationsform.
Das Internet ist nicht Fernsehen:
Im Internet tritt an die Stelle des passiven Konsumierens (wie im Fernsehen) das aktive Navigieren.
Das Internet ist nicht Multimedia:
Statt bunter Multimedia Welten gibt es unterschiedlichste Software zur Anzeige von Seiten, verschiedene Rechner-Plattformen und variable
Transferraten. Man weiss nie genau, wie die Seite beim Betrachter aussieht. Man kann auch nicht wissen, welche Bandbreite für die Datenübertragung zur Verfügung steht. Das Internet ist keine Zeitung: Statt hunderten von gedruckten Seiten, die in Sekunden durchblätterbar sind, bleibt dem Benutzer nur das kleine Rechteck des Montors um die
gesuchte Information zu finden, die Inhalte zu lesen und sich zu orientieren. Alles was an Kommunikation stattfindet, bewegt sich einem kleinen
Rechteck mit durchschnittlich 30 mal 25 Zentimetern. Das ist eine Herausforderung. Die Dokumente:
Im Internet werden die, den Seiten zu Grunde liegenden Dokumente in einer eigenen Sprache verfasst: HTML. In der Hypertext Markup Language
ist alles anders: Das Dokument bleibt dynamisch und paßt sich den Vorgaben des Betrachters an, nicht umgekehrt. Es findet keine lineare Kommunikation (wie z.B.
beim Lesen eines Buches) statt, sondern der User kann mittels Hyperlinks nach persönlichen Interessen quer durch ein Angebot navigieren. Eine neue Herausforderung für den Gestalter. Komplex Nichtlineare, vieldimensionale Strukturen, erweiterte mediale und interaktive Oberflächen schaffen
zusammen mit der gewachsenen Kultur des Netzes einen erweiterten Speilraum für eine Auseinandersetzung mit der angebotenen Information. Einer Information, die durchaus auch unterhalten kann.
Das Ergebnis
Das Spektrum für den Webdesigner spannt sich daher zwischen Kommunikationstheorie, Konzeption und
Visualisierung und den ganz eigenen Regeln des Internets. Die gelungene Kombination der Möglichkeiten macht eine attraktive Web-Seite aus: Anschaulich und informativ, reizvoll und unterhaltsam.
Ein globales Medium als Herausforderung für den Gestalter ... |